Dinkeldrama, nächster Akt: Bio, ja – neu aus der Ukraine

Der Dinkel in der Schweiz ist infolge der Ernteausfälle 2021 schon seit Monaten äusserst knapp. In der Mühle Schönenbühl haben wir das letzte Kilogramm Dinkel aus der Schweiz Ende 2021 verkauft. Damals haben wir uns grundsätzlich für den Import aus dem europäischen Raum entschieden. Aus Ungarn konnten wir so zwischen November 2021 und Mai 2022 insgesamt 10.5 Tonnen hochwertigen Dinkel beziehen.

Ab Juni 2022 ersetzen total 15 Tonnen Dinkel aus der Ukraine den Dinkel aus Ungarn. Damit überbrücken wir die restlichen Monate, bis wir im Herbst hoffentlich wieder Schweizer Dinkel (Bio Suisse) anbieten können.

Eine der grössten Schweizer Mühlen hat Anfang Mai eine Kontingentfreigabe für den Import von einer grossen Menge Dinkel (Bio Knospe) aus der Ukraine bekommen. Auch dadurch wird sichergestellt, dass sämtliches noch vorhandene Getreide durch die ukrainischen Produzent*innen verkauft werden kann. Einen Mini-Anteil bezieht die Mühle Schönenbühl davon.

Die Wertschöpfung des Dinkels geschieht in der Schweiz. In einer kleinen Mühle in der Schweiz wird der Dinkel entspelzt, in der Mühle Schönenbühl dann vermahlen.

Wer weiterhin konsequent auf Regionalität setzen will, kann dies tun. Wir empfehlen dazu besondern unsere immer beliebteren Emmermehle (Halbweiss, Ruch, Vollkorn) aber auch Weizen.

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