Kräuterspätzli

Als erstes schneiden wir den Schnittlauch und die Petersilie so klein wie möglich(man kann es auch mit etwas Wasser vermixen).

Alle Zutaten sehr gut vermischen, kräftig würzen und so lange schlagen, bis der Teig Blasen wirft.

Etwa 30 Minuten stehen lassen und noch mal gut durchmischen.

Etwas Salzwasser zum Kochen bringen und den Teig durch ein Spätzle Sieb ins kochende Wasser treiben. Kurz kochen lassen und mit der Schaumkelle herausnehmen.

Die einzelnen Portionen lassen sich ohne weiteres für bestimmt ein Jahr gefroren lagern.

Für die finale Zubereitung die Spätzli einfach mit etwas Butter anbraten und zB. mit einer Pilz Bratensauce servieren! Guten Appetit!

Halloweenbrot / Kürbiskernbrot

Mehlmischung und Trockenhefe mit ca. 2,6 dl Wasser mischen und zu einem glatten und elastischen Teig kneten.

Den Teig in der zugedeckten Schüssel an einem warmen Ort ruhen lassen bis dieser etwa doppelt so gross ist.

Brötchen von ca. 70g formen (alternativ: grosse Brote z.B. in Kürbisform).

Diese nochmals ca. 20 Min ruhen lassen und nach belieben mit Eiweiss bestreichen und ganze Kürbiskerne darauf streuen.

Auf mittlerer Schiene des auf 200° (Umlust 180°) vorgeheizten Backofens für ca 25 Min. knusprig ausbacken, auskühlen lassen und geniessen!

Dinkel-Vollkorn-Brötchen

Zuerst nehmen wir einen Messbecher mit der benötigten Menge Wasser (lauwarm, nicht zu heiss!) und fügen Zucker sowie die Hefe hinzu. Gut verrühren und kurz stehen lassen.
In der Zwischenzeit vermengen wir unser Dinkelvollkornmehl mit dem Salz und dem Backpulver in einer grossen Schüssel.


Sobald sich die Hefe im Wasser aufgelöst hat, fügen wir es dem Mehl, zusammen mit dem Öl, bei.


Alles mit einem Handrührgerät mit Knethaken kneten, bis ein glatter Teig entsteht.
Esslöffelweise Mehl dazugeben, wenn der Teig zu klebrig ist, bzw. Wasser, wenn er zu trocken ist.


Den Teig in acht kleine Teile teilen. Jeden Teil in der Hand zu einer Kugel formen und auf dem Backblech mit Backpapier zu einem Kranz formen.


Den Teig an einem warmen Ort mindestens 30 Minuten gehen lassen.


Ein tiefes Backblech in die unterste Schiene des Backofens schieben und mit ca. einem Liter Wasser bedecken. Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.


Die Brötchen leicht mit einem scharfen Messer anschneiden und mit Wasser bestreichen.

Die Brötchen können zusätzlich mit Sesam bestreut werden.

Abschliessend die Brötchen für 15 – 20 Minuten im Backofen backen. Sie sind fertig, wenn sie schön goldbraun aussehen und hohl klingen, wenn man auf die Unterseite klopft.

Abgesagt: Tag der offenen Mühle

Herzliche Einladung – feiere mit uns und lerne die Mühle (noch) besser kennen

Wann: Freitag, 6. November 2020
Wo: Mühle Schönenbühl, 3179 Kriechenwil
Corona:
Mühle-Führung mit Maskenpflicht

Bist du dabei? Für die Führung und das Apéro bitte bis am 4. November anmelden.
Anmeldung: muehle@sora-bern.ch | 031 747 74 36

14-17 Uhr: Offene Mühle
16 Uhr: Führung
17 Uhr Ansprachen & Apéro: 20 Jahre Mühle Schönenbühl. Mit den Gründern Fredi Küffer, Rolf Büchler und dem aktuellen Mühli-Team.

Wir feiern! Seit 20 Jahren steht die Mühle Schönenbühl für mehr als Mehl. Die Mühle selbst existiert schon seit dem 16. Jahrhundert. Und seit dem Jahr 2000 bietet die Mühle Arbeitsplätze mit enger Begleitung für Jugendliche und junge Erwachsene an. Dies mit dem Ziel einer Berufs- und Arbeitsintegration. Gemeinsam mit den innovativen GründerInnen,WegbegleiterInnen und FreundInnen der Mühle feiern wir dieses Jubiläum.

SORA-Mühle Schönenbühl als Starthilfe

Dieses Porträt erschien im Medaillon der Burgergemeinde Bern. (11.6.2020).

Mühe mit dem Alltag, grosse Probleme bei der Ausbildung, keine Perspektiven im Leben. Die Gründe, warum jemand in der SORA Mühle Schönenbühl mit anpackt, sind vielfältig. Seit 20 Jahren werden hier junge Menschen in schwierigen Lebensphasen begleitet. So wie Remo. Trotz massgeschneiderter Betreuung: Der «Weg zurück» ist eine Herkulesaufgabe.

«Ich kam in die Mühle – sonst hätte ich doch nichts gehabt.» Remo (Name geändert, A.d.R.) sitzt in einem Pausenraum seines jetzigen Lehrbetriebs und erzählt über seine schwierigen letzten Jahre. Jahre mit viel Leere und wenig Perspektiven. Remo ist einer von jährlich rund 20 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die zur Mühle Schönenbühl kommen. Die abgelegene Mühle in Kriechenwil ist Teil von «SORA für junge Erwachsene und Familien». Die Institution der Burgergemeinde Bern begleitet die Jungen und deren Familien in schwierigen Zeiten, beispielsweise in der Mühle auf eng begleiteten Arbeitsplätzen. Ziel ist, dass die Jugendlichen in Beruf und Alltag wieder Fuss fassen können.

Die Mühle als Starthilfe
Fuss fassen musste auch Remo. Psychische Probleme führten zu Depressionen und dem Abbruch seiner Lehre als Polymechaniker. Es folgten Aufenthalte in einer Psychiatrie, einer Tagesklinik sowie ein Arbeitseinsatz auf einem Bauernhof. Und dazwischen? Viel Leere. Er habe sich ewig in seinem Zimmer verkrochen, sagt er heute und «gekifft, getrunken und die Nacht zum Tag gemacht.»

Hier kam die Mühle Schönenbühl mit ihrem Angebot ins Spiel, den Klientinnen und Klienten als Starthilfe in ein «normales» Leben wieder Halt und Tagesstruktur zu geben. Aber ohne «Eigenleistung» geht nichts, wie Daniel Struchen, Fachmann Arbeitsintegration der Mühle, betont, der auch Remo betreute. Es gehe für die Jugendlichen darum, selbst zu bestimmen, was sie leisten wollen und können. «Gemeinsam Ziele setzen, mitdenken und sich besser kennenlernen» werde von den Klientinnen und Klienten erwartet.

Daniel Struchen betont, dass das Angebot der Mühle oft nur ein Puzzleteil auf dem Weg zu einer stabileren Lebensphase sei. Wenn überhaupt. Denn: «Häufig bringt der Aufenthalt in der Mühle allein keinen Erfolg. Er ist manchmal aber ein Faktor unter vielen, der zum Erfolg führt.» Bis sich ein Erfolg einstellt, kann es dauern: «auch mal ein bis zwei Jahre.»

«Wir können sehr individuell auf die Menschen eingehen»,

Daniel Struchen

Individuelle Betreuung möglich

Die Mühle Schönenbühl wird dieses Jahr 20 Jahre alt und kann auf eine bewegte Zeit zurückschauen. Sie steht fernab vom hektischen Stadtleben in einem kleinen Weiler bei Kriechenwil an der Grenze zwischen den Kantonen Bern und Freiburg. Seit Beginn begleitet ein Team von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern im Gebäude aus dem 16. Jahrhundert die jungen Erwachsenen mit dem Ziel, für sie einen beruflichen Weg zu finden, ihnen die nötigen Kompetenzen dafür zu vermitteln und ihre eigenen Ressourcen zu stärken. Das Besondere dabei: «Wir können sehr individuell auf die Menschen eingehen», sagt Daniel Struchen. Oft sei eine Eins-zu-eins-Betreuung möglich, um Klienten optimal zu unterstützen.

Das bestätigt auch Remo: «In meinen fünf Monaten dort habe ich mich sehr selten allein gefühlt.» Zudem sei es wertvoll, geschätzt zu werden. Er habe nicht einfach nur Mehlsäcke abgefüllt. Dank seines Geschicks hat er das Silo-System mit dem angelieferten Korn so angepasst, dass die Arbeiten nun einfacher geworden sind. «Ich habe mich halt nützlich gemacht», sagt er und lächelt etwas verlegen.

«Es ist ‹cooler›, etwas zu tun, als nichts zu machen»

Heute, rund ein Jahr später, ist Remo wieder «in der Bahn». Er hat einen Lehrbetrieb gefunden, wo er seine Lehre wieder aufnehmen konnte und sie unbedingt abschliessen will. In der Mühle hat er gemerkt, «dass es viel ‹cooler› ist, etwas zu tun, als nichts zu machen.» Er weiss aber auch, dass sein Weg nicht selbstverständlich ist, dass es dazu den Support der Familie, ein Jobcoaching, die Mühle und auch etwas Glück gebraucht hat. Auch Daniel Struchen von der Mühle Schönenbühl betont dies. Die Rückkehr in ein geregeltes Leben sei für seine Klientinnen und Klienten immer ein Kampf. «Wir sind einfach ein Faktor im Reifeprozess junger Leute.» Manchmal komme es wie gewünscht, manchmal nicht. Aber wenn es funktioniere wie bei Remo, dann sei der Auftrag erfüllt. Und ein Leben wieder mit Perspektiven gefüllt.

Ein Liebeslied auf das neue Kürbismehl

Bild: Anna Boss

Ich melde mich aus der Mutterschaftscarearbeitszeit! Zu Beginn dachte ich: endlich Zeit so viel zu backen wie ich mag, zu experimentieren, zu lesen über Sauerteig und und und. Und ja, es gibt diese Zeiten da ist alles im Flow, ich versorge uns, und unsere Nachbar*innen und Freund*innen mit leckerem Brot. Doch dann gibt es auch wieder diese Durststrecken. Da falle ich abends todmüde ins Bett, als hätte ich den ganzen Tag Bäume gefällt oder im Strassenbau gearbeitet, doch irgendwas Handfestes hab ich nicht in der Hand, die Wohnung sieht aus wie Sau, das Altpapier stapelt sich meterhoch und und und… Maman fini, aber Baby und Hund sind happy, c’est la meilleure.

Doch irgendwann war mal wieder eine Mehlbestellung «nachen» und «Dänu der Müller» hat mir ein Kilo Kürbiskernbrotmehl mitgegeben. Dieses Mehl, sauerteig-geführt, ist einfach ein Gedicht. Es hat Struktur, es hat Geschmack, es ist lecker und gesund. Da sind so viele Argumente, um gleich wieder mit Backen zu beginnen, egal wie müde ich auch bin.

Das Kürbikernbrotmehl. – Bild: Mühle Schönenbühl

50 Gramm Weizenstarter (aktiv), 350 Gramm Wasser, 500 Gramm Kürbiskernbrotmehl, 10 Gramm Salz: Der Starter mit dem Wasser von Hand mischen bis es schäumt, Kürbismehl und Salz hinzugeben und grob zusammen mischen. Auf der Küchentheke etwa 1 h auf der Küchenablage zugedeckt stehen lassen. Dann wird der Teig zum ersten Mal gefaltet und zwar so oft wie es nur geht, also jedes Fitzelchen wird ein bisschen gezogen und über den Teig geschlagen. In den nächsten paar Stunden immer wieder ab und zu falten. The more the merrier. Die Hände leicht mit Wasser benetzen, dann klebt es weniger und der Teig lässt sich besser falten. Ihr merkt mit jedem Mal, wie die Glutenstränge stärker geworden sind. Also mit jedem Mal falten, lässt es sich quasi schlechter falten. Schliesslich ins wohlverdiente Bett hüpfen und den Teig zugedeckt auf der Küchenablage sich selbst überlassen.

Am nächsten Morgen zuerst einmal eine grosse Freude zeigen, wie schön sich das Teigli entwickelt hat. Dann noch einmal sachte, sachte falten und sachte, sachte auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche kippen. All diese schönen Blasen wollen ja schliesslich erhalten bleiben. Ich mache dann jeweils noch ein leichtes «shaping» mit einer starren Teigkarte. Der Teig ist eher feucht, schaut dass es überall etwas Mehl hat, damit es nicht klebt. In den bemehlten Gärkorb geben. Zudecken und ab in den Kühlschrank für min. 3 Stunden. Vorsichtig auf ein Backpapier «kehren», in den Gusseisentopf geben und einschneiden. Danach bei 250 Grad ca. 45 Min mit geschlossenem Deckel backen. Der Topf muss nicht extra vorgeheizt werden, der Backofen übrigens auch nicht. Den wunderbaren «Deckel-weg-Moment» geniessen und noch 5-10 Min. die Kruste backen.

Rezept angelehnt an Elaine’s Foodbod (do the google).

20 Jahre mehr als Mehl

Liebe Kundinnen und Kunden

Wir feiern 2020 das 20-jährige Bestehen. Seit dem Jahr 2000 existiert die Mühle Schönenbühl als Arbeitsintegrationsprojekt von SORA, einer Institution der Burgergemeinde Bern. Seit 20 Jahren verbinden wir ein wunderbares Handwerk mit einem wichtigen Sozialauftrag.

Übrigens: Die Mühle selbst existiert schon viel länger! Wann die erste Mühle zu Schönenbühl erbaut wurde, liegt im Dunkeln der Geschichte. Erstmals schriftlich erwähnt wird sie in einem Zinsrodel der Herrschaft Laupen von 1502.

Im Rahmen des Jubiläums warten wir mit einigen tollen Angeboten!

Jubiläumsmehl: Schwarzbrotmehl

Das Dunkle mit dem besonderen Röstaroma:
Bio-Knospe: Schwarzbrotmehl (1kg)
Zusammensetzung: Weizenhalbweissmehl CH,
Dinkelgraham CH, Roggenvollkorn CH,
Weizenruchmehl hell CH, Roggenmehl geröstet CH.
Kosten: 4.20 Franken
Bestellen: muehle@sora-bern.ch | 031 747 74 36 | digitales Mühli-Lädeli

Info Haferflocken fein

Unser Vorrat an CH Bio-Haferflocken fein neigt sich dem Ende zu. Daher bieten wir bis auf weiteres keine Haferflocken fein an. Die Haferernte sowie deren Verarbeitung zu Flocken zieht sich sicher bis Mitte September hin. Wir melden uns, sobald die neue Ware eingetroffen ist. Besten Dank für Ihr Verständnis!